„XYZ – Der Ganze Raum“    2024

Symposion "Neue Wege zum Barock"

 Kloster Aldersbach

SEMAFOR  2017

Gesamthöhe: 450 cm; Signalkopf: Höhe: 160 cm

Breite: 40 cm (geschlossen); 70 cm (offen) Tiefe: 40 cm

Aluminium Dibondplatten mit Farbfolie; Stahlkonstruktion

Element 1: 1 E-Motor 3 U/min; Element 2: 1 E-Motor 4,5 U/min )

LED-Lichtsystem Blauentladung

 

Die Installation „Semafor“ besteht aus zwei korrespondierenden Elementen. Die Elemente sind in ihrem technischen Aufbau identisch und unterscheiden in der Farbgebung und Bewegungsgeschwindigkeit.

Jeweils zwei Platten bewegen sich gegensinnig kippend um die horizontale Mittelachse und bewirken ein variierendes Austreten des Lichtes.

Semafore dienten bis ins 19 Jahrhundert der Nachrichtenübermittlung über weite Strecken. Dabei wurden Texte in Form optischer Signale von Signalpunkt zu Signalpunkt weitergeleitet. Belegt ist die Übermittlung einer Botschaft von Paris über Berlin nach Königsberg in 18 Stunden – klare Sichtverhältnisse bei Tag und Nacht vorausgesetzt.

Im Italienischen blieb diese Konnotation im Wort „il semaforo“ – die Ampel – erhalten.

Die Installation Semafor unterstreicht die Bedeutung der Donau als Kommunikationsader Europas.

LEITUNG 2016        

Neubau Feuerwache 4; Hesstrasse München

Installation aus 11 Ementen an sechs Positionen

Ein Projekt im Rahmen von QUIVID, dem Kunst-am-Bau-Programm der Landeshauptstadt München.

Einzelelement:

20 bis 22 x 20 bis 22 x 200 cm,

Aluminium, LED Leuchtsystem;

1 E Motor 1 bis 4 U/Min.

 

Dieses Haus lebt, es ist ein technisch hochkomplexer Organismus: Blaues Licht pulsiert in seinen Venen, die an einigen Stellen an die Oberfläche treten.

„Leitung“ nennt Siegfried Kreitner seine mehrteilige kinetische Licht-Installation, die er für den Neubau der Feuerwache 4 in der Heßstraße 120 geschaffen hat.

Seine Werke verbinden Minimal Art und Kinetische Kunst, doch er bezeichnet sie lieber als allansichtige Skulpturen, die in Bewegung geraten. Für die Feuerwache 4 entwickelte er im Querschnitt sechseckige Elemente aus Aluminium, Stahl, Elektromotoren und LED-Leuchten. Irritierend langsam und völlig lautlos heben und senken sich die an Parallelogrammen aufgehängten Alu-Platten, so dass die „Leitung“ wirkt, als würde sie sich weiten und verengen. Das leuchtende Blau steht dabei für das lebensrettende Element des Wassers, das durch die im Fachjargon „Leitung“ genannten Schläuche der Feuerwehr fließt. Den Begriff benutzt der Künstler aber im doppelten Sinne: 

Denn in der FW 4 ist zugleich die neue Leitzentrale der Münchner Feuerwehr untergebracht.

Die Grundeinheit der „Leitung“ misst zwei Meter, sie ist an fünf Standorten im Inneren des Gebäudes angebracht, auf Höhe des 3. Geschosses ragt zudem ein Element in den Innenhof.

Gleich im Eingangsfoyer stößt man auf eine doppelte Einheit, eine ebensolche befindet sich in der Besuchergalerie der Leitzentrale. Die längste „Leitung“ läuft durch die Kantine, dort hat der Künstler vier mal zwei Meter zu einer pulsierenden Lichtschiene aneinandergesetzt. Hier kann man auch die unterschiedliche Taktung der Elemente feststellen: Bewegt sich der erste Motor noch mit einer Umdrehung pro Minute, steigert sich die Bewegung bis auf vier Umdrehungen pro Minute.

So eröffnet Siegfried Kreitners Kunst eine weitere Dimension:  Wenn man seine Objekte beobachtet, dehnt und streckt sich die Zeit. Seine „Leitung“ ist ein Monument der Entschleunigung in den entweder extrem hektischen oder auch ereignisarmen Dienststunden der Feuerwehr – und bietet dem/der aufmerksamen Betrachter/In die Möglichkeit zur Entdeckung der Langsamkeit.

Roberta De Righi (M.A.)

Fotos: Jens Weber

DIE FÜNF MÄCHTIGEN

Hans Glas Berufsschule Dingolfing 2017

VA Stahl; 580 x 140 x 70 cm

Die fünf einfachen Maschinen, mit denen man durch

kleinen Kraftaufwand eine große Last bewegen kann sind seit der Antike bekannt.

                     Flaschenzug     Schraube     Rad     Hebel     Keil

Während der Zeit der Renaissance wurden sie als die „Mächtigen fünf“ angesprochen. 

Die einfachen Maschinen sind die Grundbausteine aller komplizierten Maschinen und so die Grundbausteine in der Ausbildung dieser überwiegend technisch orientierten Berufsschule.          Foto: Manfred Bernhard

IV 2003

Fürstenfeldbruck; 2016

Æ 43 bis 52 cm x 440 bis 450 cm

Stahl, Aluminium, 1 Elektromotor 1,5 U/min, Neonsystem Blauentladung

Die rotierende Bewegung eines Elektromotors wird durch einen Kurbeltrieb und sieben Parallelogramme in die expandierende bzw. kontrahierende Bewegung der sieben Segmente umgewandelt.

Expansion und Kontraktion dieser Elemente (in ruhiger, menschlicher Atemfrequenz ) bewirken ein ständig variierendes Austreten des Neonlichtes

Kulturstiftung Annelies und Gerhard Derriks

Messenger 2011

Mit Christoph Dahlhausen

Sparkasse Osnabrück

500 x 600 x 1500 mm und 500 x 500 x 800 mm

Aluminium eloxiert; pulverbeschichteter Edelstahl, Autolack auf Aluminium, hochglanzpolierter Edelstahl;

2 Videobeamer; LED-Lichtleisten mit Farbwechsel; LED-Spott blau; 5 E-Motore 1 bis 3U/min

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